DAS PROJEKT

Das Projekt Educando para Vida

Das Educando para Vida, kurz EPV, was soviel bedeutet wie Bildung für das Leben, versucht sogenannten „Straßenkindern“ und ihren Familien in der Stadt Vitoria de Santo Antao eine Chance für eine bessere Zukunft zu geben.
Straßenkinder bedeutet hierbei nicht unbedingt, dass diese Jugendlichen kein Zuhause haben, sondern dass sie sich den Großteil des Tages auf der Straße herumtreiben und nur zum Schlafen, wenn überhaupt, in ihre Hütten gehen.
Warum das? Ganz einfach: durch die vorherrschende Armut und Verzweiflung in den Favelas (Slums) der Stadt ist in vielen Familien der Alltag geprägt von Gewalt, Drogen –und Alkoholmissbrauch, Vergewaltigung, Prostitution und Diskriminierung der Frauen und Kinder. Viele der 150 Mädchen, die das EPV mit 11 MitarbeiterInnen derzeit betreut, werden zu Hause regelmäßig geschlagen, von männlichen Verwandten vergewaltigt oder müssen von früh bis spät schuften, um am Ende des Tages dann doch zu wenig Geld heimzubringen und wieder Schläge zu kassieren. Da ziehen viele das Leben auf der Straße vor – und enden oft in der Welt der Prostitution, der Drogen oder der Kriminalität.
Das EPV versucht in erster Linie, diese Mädchen von der Straße fernzuhalten. Sie werden halbtags betreut, die andere Hälfte des Tages gehen sie in die Schule. In der Zeit, die die 10-18 Jährigen im Projekt verbringen, lernen sie nicht nur mit ihren Mitmenschen friedlich und respektvoll umzugehen, sie können auch verschiedene Kurse (z.B Percussion, Gitarre, Theater, Volks – und Afrotanz, Lesen und Schreiben, Kreatives Arbeiten, Kulturunterricht, Friseurinnenkurs, Zeichen und Stoffmalerei) belegen und werden psychologisch betreut. Neben einer Berufsausbildung wird ihnen dadurch Selbstvertrauen auf den Weg mitgegeben, das sie von zu Hause nicht bekommen. Wichtig ist es, diesen Mädchen einen Ort zu geben, an dem sie sich entfalten und auch ihre Kindheit teilweise nachholen können, ohne Angst, dafür bestraft zu werden.
Monatliche Seminare sollen die Jugendlichen weiterbilden, denn Themen wie Geschlechtskrankheiten, Verhütung, Drogen, Politik und Bürgerrechte kommen in den schlechten öffentlichen Schulen viel zu kurz.

Von großer Bedeutung ist es auch, einen gute Bindung zu den Familien der Mädchen herzustellen, gilt die Familie doch als Basis für die Entwicklung eines jungen Menschen.
Durch regelmäßige Besuche in den Häusern und Interviews mit den Eltern bekommen die Betreuer einen besseren Einblick in die Situation ihrer Schützlinge. Einmal im Monat findet ein Seminar für die Eltern statt, bei dem ähnliche Themen behandelt werden, wie mit den Kindern. Ebenfalls einmal monatlich bekommt jede Familie ein Paket mit Lebensmitteln, eine sogenannte cesta basica, die Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen, Nudeln, Milch, etc. enthält

Helfen Sie mit Ihrer Spende, diesen Mädchen eine Chance auf eine bessere Zukunft zu geben!00000217.JPG