CHRONIK DES VEREINES
1873 wurde in Hofkirchen der "Militär-Veteranenverein" Hofkirchen gegründet, dem auch die Veteranen der Orte Lembach, Niederkappel, Oberkappel und Putzleinsdorf angeschlossen waren.
1890 schritt man in Lembach an die Gründung eines eigenen Ortsvereines. Als erste Vorstandsmitglieder stellten sich Schmiedemeister Franz Katzlinger, Finanzbeamter Franz Zimmermann und der Hausbesitzer Josef Eisner zur Verfügung.
Frau Maria Altenhofer, Besitzerin des Baderhäusls in Lembach 13, spendete bereits 1894 die Vereinsfahne.
In den sehr schwierigen Jahren nach dem 1. Weltkrieg war einige Jahre nur eine schwache Vereinstätigkeit zu verzeichnen.
1930 sammelten sich unter Obmann Matthias Hinterleitner, Feichten, Josef Eisschiel, Bruckwirt, und Georg Leitenbauer, Mayrhof, wieder 90 ordentliche und 34 unterstützende Mitglieder zu neuen Aktivitäten. Fähnrich war der Wegmacher Georg Sommer. Der Verein unterstützte damals beim Tode eines Kameraden die Familie bei den Begräbniskosten. Dieser Betrag wurde durch eine Umlage von allen Mitgliedern aufgebracht. Der Verein beteiligte sich 1930 auch an der Anschaffung des Leichenwagens mit öS 300,--, um seinen Mitgliedern ein ordentliches Begräbnis zu sichern.
1938 wird der Verein vom Reichskriegerbund übernommen. In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg war von der russischen Besatzungsmacht jede Vereinstätigkeit untersagt. Zeitweilig waren mehr russische Soldaten und Flüchlinge in der Gemeinde als Einwohner.
Im März 1959 übernahm Straßenmeister Hermann Pachner die Obmannstelle des nun als "Kameradschaftsbund" wieder aktivierten Vereines. Dr. Richard Weidl als Obmannstellvertreter, Heinz Hering als Schriftführer und August Lindorfer als Kassier unterstützten den Obmann tatkräftig im nun wieder sehr aktiv tätigen Verein. 1969 konnten 27 Mitglieder, meist Präsenzdiener, neu gewonnen werden.
Im Mai 1971 übernahm Franz Falkinger die Obmannstelle. Obmannstellvertreter wurde Eugen Graml. Hermann Pachner wird Ehrenobmann.
Bei der Wahl 1974 wurden Dir. Erhard Brixel zum Obmann und Hermann Altendorfer zum 2. Obmannstellvertreter neu gewählt.
Bei der Jahreshauptversammlung im Mai 1984 wird Schneidermeister Alois Dworschak neuer Obmann.
1989 setzt sich der Vereinsvorstand aus folgenden Kameraden zusammen:
Obmann Alois Dworschak
1. Stellvertreter Johann Leitner
2. Stellvertreter Hermann Altendorfer
Schriftführer Ernst Krauk
Kassier Karl Keplinger
Leiter des Fahnenausschusses Ernst Altendorfer
Nachdem bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 17.11.1988 grundsätzlich der Beschluß gefaßt wurde, für die seit 1894 getragene Fahne bei Erfolg der Mitgliederwerbung zum Jubiläum 1990 eine neue Fahne anzuschaffen, wurden Offerte eingeholt und Fahnen besichtigt. Die Werbung brachte über 30 neue Mitglieder, sodaß Anfang März 1989 mit der Sammlung begonnen wurde. 18 Sammler waren in der Pfarre unterwegs und das Ergebnis war überwältigend. So konnte nicht nur eine neue Fahne finanziert werden, sondern es bekamen auch über 50 aktive Kameraden einen Zuschuß zur neuen Tracht. Außerdem wurde für die Mühlholzkapelle ein neues Kreuz gestiftet.
In einem Buch, das neben der alten Fahne im Gemeindemuseum aufbewahrt wird, sollen als Dank alle Namen der Spender verewigt werden, es soll aber auch den Sammlern für ihren Einsatz gedankt werden.
Am 7. und 8. Juli 1990 feierte Lembach 100 Jahre Kameradschaftsbund mit Weihe der neuen Fahne. Am Samstag nach der Abendmesse wurde beim Kriegerdenkmal der Opfer beider Weltkriege gedacht.
Wird fortgesetzt